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Woher stammen die weihnachtlichen Schenktraditionen eigentlich?

Where Do Christmas Gift-Giving Traditions Actually Come From?

Woher stammen die weihnachtlichen Schenktraditionen eigentlich?

Lange vor Wunschzetteln und Geschenkpapier gab es das Schenken zur Wintersonnenwende bereits — nur aus ganz anderen Gründen als denen, die wir heute damit verbinden. Zu verstehen, woher die Tradition tatsächlich stammt, kann einer Gewohnheit, die die meisten von uns jeden Dezember pflegen, ohne je wirklich zu hinterfragen, wo sie begann, eine zusätzliche Bedeutung verleihen.

Grüne Samt-Sterngirlande für Weihnachten

Römische Wurzeln, keine viktorianischen

Das antike Rom feierte das Wintersonnenwendfest Saturnalia mit kleinen Geschenken, die zwischen Freunden und Familie ausgetauscht wurden — Kerzen, Figuren, Zeichen des guten Willens während der dunkelsten Tage des Jahres. Viele Historiker führen die Gewohnheit des Schenkens zur Wintersonnenwende auf dieses Fest zurück, lange bevor das Christentum einen Dezembertermin für Weihnachten übernahm. Saturnalia selbst war eine ganze Woche voller Feiern, mit einer vorübergehenden Aufhebung der üblichen sozialen Hierarchien und genau der Art von kleinem, symbolischem Geschenkaustausch, den spätere winterliche Traditionen noch jahrhundertelang widerspiegeln sollten.

Die Legende, die das moderne Schenken prägte

Die Gestalt eines großzügigen Schenkenden verdichtete sich Jahrhunderte später um den heiligen Nikolaus, einen Bischof, der still und leise seinen Reichtum verschenkte — darunter die bekannte Geschichte, wie er drei Schwestern Goldmünzen hinterließ, ohne gesehen zu werden. Diese Geschichte wanderte durch die europäische Folklore und wurde schließlich zur Grundlage des modernen Weihnachtsmanns — ein Wandel von religiöser Wohltätigkeit hin zu einer persönlicheren, familiär geprägten Tradition, die durch niederländische, deutsche und schließlich amerikanische kulturelle Einflüsse über weitere Jahrhunderte hinweg erneut umgeformt wurde.

Wie das Geschenkpapier ins Spiel kam

Geschenkpapier, wie wir es kennen, ist eine überraschend neue Ergänzung der Tradition — dekoratives, bedrucktes Geschenkpapier wurde erst Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts breit kommerziell verfügbar, größtenteils als Ersatz für einfaches Seidenpapier und Band während eines Engpasses. Davor wurden Geschenke weitaus häufiger in das eingewickelt, was ein Haushalt gerade an Stoff oder Papier zur Hand hatte — was interessanterweise den wiederverwendbaren Stoff-Verpackungsstilen, die heute aus genau dem entgegengesetzten Grund wieder aufleben, nämlich Nachhaltigkeit statt Mangel, sehr nahekommt.

Altrosa Samt-Sterngirlande als Weihnachtsdeko

Warum sich die Tradition so weit verbreitete

Ein Teil dessen, was das Schenken zur Wintersonnenwende über so viele verschiedene Kulturen hinweg so beständig machte, ist, dass es ein universelles, praktisches Bedürfnis beantwortet: den dunkelsten, kältesten Abschnitt des Jahres mit etwas zu markieren, das sich warm und großzügig anfühlt, unabhängig vom jeweiligen religiösen oder kulturellen Rahmen, der darübergelegt wird. Variationen desselben Grundimpulses — kleine Geschenke, ausgetauscht in der tiefsten Winterzeit — tauchen in einer enormen Bandbreite nicht miteinander verwandter Kulturen und Epochen auf, was darauf hindeutet, dass hier etwas Universelleres angesprochen wird als jede einzelne religiöse Tradition.

Warum die Tradition immer noch bedeutungsvoll wirkt

Entfernt man die kommerzielle Schicht, bleibt etwas bemerkenswert Altes übrig: den dunkelsten Punkt des Jahres mit Wärme, Großzügigkeit und etwas zu markieren, das speziell für jemand anderen gemacht oder ausgewählt wurde. Ein handgefertigtes oder personalisiertes Geschenk knüpft direkter an diese Wurzel an als fast alles Massenproduzierte, da es viel näher an den ursprünglichen Geist der Tradition zurückkehrt als ein im letzten Moment aus dem Regal gegriffener Artikel.

Grüner Samt-Sternanhänger als Weihnachtsdeko

Häufig gestellte Fragen

Ist Saturnalia wirklich mit dem modernen weihnachtlichen Schenken verbunden?
Viele Historiker sehen es als einen von mehreren beitragenden Einflüssen, neben der Nikolaus-Folklore und verschiedenen europäischen Winterbräuchen, statt als einzigen direkten Ursprung.

Wann wurde das Schenken zu einem so kommerziellen Schwerpunkt?
Die stark kommerzielle Ausrichtung ist größtenteils eine Entwicklung des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts, verbunden mit der Industrialisierung und dem Aufstieg des Kaufhaus-Einzelhandels.

Was ist der einfachste Weg, sich wieder mit dem ursprünglichen Geist der Tradition zu verbinden?
Viele Familien stellen fest, dass die Wahl weniger, aber durchdachterer oder handgefertigter Geschenke etwas von diesem ursprünglichen Sinn für Absicht zurückbringt.

Zusammenfassung

Das Schenken zur Wintersonnenwende ist tausende Jahre älter als jede Einkaufssaison — verwurzelt darin, eine harte Jahreszeit mit Wärme und Großzügigkeit zu markieren, und das ist es wert, unter all dem Geschenkpapier nicht vergessen zu werden.

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